Rundblick-Unna » 5200 Einsätze für die Feuerwehr, 1000 mehr als im Vorjahr: Brandmeister wirbt für Rauchmelder

5200 Einsätze für die Feuerwehr, 1000 mehr als im Vorjahr: Brandmeister wirbt für Rauchmelder

Wenn sie im Einsatz sind, geht es häufig um Leben und Tod. Die rund 2.500 ehrenamtlichen und 180 hauptberuflichen Feuerwehrleute im Kreisgebiet waren 2014 bei 5.224 Einsätzen als Retter in der Not zur Stelle – fast 1000 Mal öfter als im Vorjahr.

Zimmer-, Wohnungs-, und Hausbrände waren zu löschen. „Leider konnten die Bewohner nicht immer rechtzeitig die Gebäude verlassen“, bedauert Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann und wirbt dringend für Rauchmelder: „Sie sollten in keinem Haushalt fehlen, weil sie im Brandfall Leben retten können und auch Sachschäden vermeiden.“

Pauschale für den Feuerschutz

Einen Teil der Kosten des Feuerschutzes können die Städte und Gemeinden aus der Feuerschutzpauschale bestreiten. Das Geld fließt ihnen aus der Feuerschutzsteuer zu, die auf die Prämien für Feuer-, Gebäude und Hausratversicherungen erhoben wird. Insgesamt bekamen der Kreis und die Städten und Gemeinden rund 700 000 Euro ausgezahlt. Der Anteil des Kreises lag bei rund 12.600 Euro.

(Foto: Kreis Unna)

Kommentare (1)

  • Cornelius Blanke

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    Die Rauchmelderpflicht – ein Beispiel für geschicktes Marketing. Es gibt keinen wissenschaftlicheen, und sei es auch nur statistischen, Nachweis des Nutzens von Rauchmeldern. Propagiert wurden sie – erfolgreich – vom „Forum Brandrauchprävention“. „Dieser handelt allerdings keineswegs selbstlos: Vereinsmitglieder sind etwa die Rauchmelderhersteller Bosch, Siemens, Detectomat und Bavaria Rauchmelder sowie Wartungsfirmen wie Brunata-Metrona, Ista, Kalorimeta und Minol Messtechnik – sie alle profitieren wirtschaftlich, wenn die Nachfrage nach Rauchmeldern steigt.“ (Quelle: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article112179927/Wem-Rauchmelder-in-Wohnungen-wirklich-nuetzen.html).
    Was die Statistiken hergeben, ist ein Rückgang der Brandopfer, von 550 in 2002 auf 373 in 2010, also um etwa 32%. Aber daraus lässt sich kein Zusammenhang zur Rauchmelderpflicht konstruieren. So ging er in Bayern im Vergleichszeitraum um 54%, in Sachsen um 72% zurück – ohne dass in diesen Bundesländern zu diesem Zeitpunkt eine Rauchmelderpflicht bestanden hätte.
    Hingegen steigt die Anzahl der Fehlalarme kontinuierlich. In Hamburg in 2011 etwa wurde die Feuerwehr 12011 mal zu Bränden gerufen – zu 50% handelte es sich um Fehlalarme, 1344 davon ausgelöst durch private Rauch- und Brandmelder.
    Stellt sich die Frage, in wie weit der Anstieg der Alarmierungen im Kreisgebiet auf Fehlalarme zurück zu führen ist.

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