Rundblick-Unna » 5 Minuten zu spät aus der Teepause – Durchs Examen gefallen: OVG weist Klage ab

5 Minuten zu spät aus der Teepause – Durchs Examen gefallen: OVG weist Klage ab

Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige. Eine hoffnungsvolle Jungjuristin aus Ostwestfalen muss für eine kleine Unpünktlichkeit in leider entscheidendem Moment bitterstes Lehrgeld zahlen. Sie flog durchs Jura-Examen – weil sie 5 Minuten zu spät aus ihrer Teepause zurückkehrte. Und dieses Examen war ihre letzte Chance.
Die junge Frau klagte sich durch alle Instanzen. Heute (20. Juni) fällte das Oberverwaltungsgericht in Münster das finale und niederschmetternde Urteil für die gescheiterte Juristin. Klage abgewiesen.

Besonders bitter war, dass die mündliche Prüfung für die Studentin eigentlich gut gelaufen war, berichtet der WDR. Dann aber gab es eine Pause – und aus der kam sie 5 Minuten zu spät zurück. Niemand war mehr da – die Tür war verschlossen. Ende. Wegen einer Tasse Tee zuviel durchs juristische Staatsexamen gefallen.

Ihre harte Entscheidung begründeten die OVG-Richter damit, dass man von Hochschulabsolventen erwarten könne, pünktlich zu sein. „Gerade weil die Studentin zuvor schon mehrfach durchgefallen war, hätte sie ihre letzte Chance gewissenhafter nutzen müssen“, zitiert der WDR aus der Urteilsbegründung. Das Gesetz biete keinen Raum für mildere Strafen. Das Argument der Studentin, sie hätte in der Prüfungsaufregung falsch verstanden, wie lange die Pause dauere, konnten die Richter nicht umstimmen.


Kommentare (2)

  • Kiki

    |

    In diesem Fall finde ich die Entscheidung richtig. Wäre es ein triftiger Grund gewesen, Unfall oder so dann hätte man vermutlich nicht so entschieden. Aber Teepause ???? Selbst Schuld.

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Kiki Gnadenlos… :-/

      Antworten

Kommentieren