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5 Jahre lang untergetaucht – bei Einreise am Airport erwischt

5 Jahre lang hatte es eine junge Diebin geschafft, sich ihrer Bestrafung zu entziehen. Sie war gleich zweimal wegen Diebstahls verurteilt worden, zahlte aber nicht und trat auch die Ersatzfreiheitsstrafe nicht an – statt dessen tauchte sie unter. Bis gestern Nachmittag.

Bei der Einreise am Flughafen Dortmund stellten Bundespolizeibeamte fest, dass die 23-jährige serbisch montenegrinische Staatsangehörige gleich mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Die fällige Haft sitzt sie jetzt in der JVA Gelsenkirchen ab.

Bereits im Jahr 2012 hatte das Amtsgericht Berlin Tiergarten die junge Frau wegen Diebstahls zu 1230,- Euro Geldstrafe verdonnert, plus 228,50 Euro Verfahrenskosten. Ersatzweise: 82 Tage Gefängnis. Auch das Amtsgericht in Oberhausen hatte die Frau im September 2016 verurteilt, 500 Euro Geldstrafe wegen Diebstahls oder 35 Tage Haft. Statt zu zahlen tauchte die 23-jährige unter und verließ die Bundesrepublik. „Bei der gestrigen Einreise holte sie die Vergangenheit ein“, schreibt die Bundespolizei.

Die geforderte Geldsumme konnte die Frau auch nach letztmaligem Appell nicht aufbringen. Daraufhin wurde sie festgenommen und zur Verbüßung der 117-tägigen Ersatzfreiheitsstrafen der JVA in Gelsenkirchen überstellt.

Und gleich der nächste Kandidat: Ein 26-jähriger Mazedonier reiste heute Morgen über den Flughafen Dortmund ein – er war schon 2015 wegen Trunkenheit im Verkehr zu 2000 Euro Geldstrafe mit angedrohter Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden. Auch er tauchte ab. Als er bei der Einreisekontrolle zunächst ein bulgarisches Ausweisdokument vorlegte und anschließend einen mazedonischen Reisepass zeigte, war seine Reise zu Ende. Für 40 Tage ging´s in die JVA Dortmund.

Kommentare (13)

  • fürst

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    Im Vorfeld, bei den vorausgegangenen Strafverfahren, bestand natürlich niemals Fluchtgefahr. Das „Untertauchen“ kam völlig überraschend. Unsere Justiz ist verblödet.

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    • Silke Krüger via Facebook

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      mehr fällt einem dazu auch nicht ein kopfschüttel, Daran sieht man echt wie wenig sich die Justiz die letzten Jahre um irgend etwas gekümmert hat, alle wurden durch gewunken. Anstatt sie gleich 2016 ein zu buchten, werden die imer wieder laufen gelassen, unglaublich

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  • Verena Von Heuser via Facebook

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    Sorry, aber die müssten wir in ihren Heimatland einbuchten aber nicht hier in Deutschland wo wir Steuerzahler wieder für auf kommen müssen

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    • fürst

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      Grundsätzlich sicherlich richtig, Verena.
      Und doch freue ich mich, auch als Steuerzahler, daß Strafe auch mal wirklich greift.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Und gleich der nächste Kandidat: Ein 26-jähriger Mazedonier reiste heute Morgen über den Flughafen Dortmund ein – er war schon 2015 wegen Trunkenheit im Verkehr zu 2000 Euro Geldstrafe mit angedrohter Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden. Auch er tauchte ab. Als er bei der Einreisekontrolle zunächst ein bulgarisches Ausweisdokument vorlegte und anschließend einen mazedonischen Reisepass zeigte, war seine Reise zu Ende. Für 40 Tag ging´s in die JVA Dortmund.

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    • fürst

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      Bravo der Bundespolizei.
      Auch im jetzigen Fall bestand für verblödete deutsche Juristen sicherlich nie auch nur der Hauch einer Fluchtgefahr.
      Wahrscheinlich auch jetzt nicht, trotz verschiedener Papiere/Dokumente. Ist ja schließlich inzwischen „normal“ und dient der Einkommensverbesserung bei Sozialämtern.

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    • Miguel Santana via Facebook

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      Das ist aber jetzt gemein, nur weil er eine, sicherlich erklärbare, Doppelstaatsangehörigkeit hat, wird er eingebuchtet…der arme…… NICHT!!!!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Tja, sehr dumm gelaufen das.

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  • Joe

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    Demnächst entfallen die Möglichkeiten der Einreisekontrolle der Bundespolizei – zumindest für alle EU-Staaten. Darauf freut sich die Bundespolizei (weniger Arbeit) aber Deutschland wird wieder eine Stufe unsicherer.

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  • fürst

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    Joe, ich wäre ersatzweise für bundespolizeiliche Schleier- und Rasterfahndungen nach Illegalen und Sozialgeldbezugsbetrügern.

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  • Heiko Blitz via Facebook

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    nicht nachvollziehbar, wieso die Flucht überhaupt möglich gemacht wurde.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Für mich kaum nachvollziehbar, wieso bei der zweiten Verhafltung und Verurteilung der jungen Diebin nicht die erste noch nicht verbüßte Strafe auffiel…!

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  • Marija Borghardt via Facebook

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    Serbin? Montenegrinin? Was ist Sie wirklich?

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