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4 Mio. € mehr Steuern für die Stadtkasse: Jeder Cent fließt in Schuldentilgung – 4 Mio. Fördergeld für Gebäudesanierung

4 Millionen Steuer-Euro mehr als geschätzt werden nach neuester Prognose 2015 in der Stadtkasse klimpern. Jeder Cent fließt in die Schuldentilgung, unterstreich Kämmerer Karl-Gustav Mölle im Haupt- und Finanzausschuss gestern Abend, als er den ersten Quartalsbericht 2015 mit Ausblick bis zum Jahresende vorstellte. „Das Geld steht nicht für die Finanzierung zusätzlicher Projekte zur Verfügung“, machte er klar.

Die prognostizierten Zusatzeinnahmen sind auf Steuernachzahlungen, Vorauszahlungsanpassungen und vor allem auf neue steuerzahlende Gewerbebetriebe zurückzuführen, erklärte Unnas Chef-Kassenwart. Insbesondere habe sich aber auch die Ertragslage vieler Betriebe deutlich verbessert. Und je gesünder ein Unternehmen, desto mehr Gewerbesteuer streicht die Stadt ein.

Der Planansatz von 22,5 Mio. Euro kann nach jetzigem Stand auf  26,5 Mio. erhöht werden. Nochmals aber, betonte Mölle: Das zusätzliche Geld wird nicht mit vollen Händen ausgegeben, es wird überhaupt nicht ausgegeben. Schulden werden damit reduziert, sonst nichts.

Mölle Karl-Gustav

Erfreuliche Aussichten: Unnas Kämmerer und 1. Beigeordneter Karl-Gustav Mölle.

4 Millionen Euro wird Unna voraussichtlich aus dem „Kommunal-Investitions-Förderungsgesetz“ vom Bund einstreichen; doch ist dieses Fördergeld an die Bedingung gekoppelt, dass die Stadt  10 Prozent Eigenanteil zuschießt. Verwendet werden soll es vor allem für energetische Gebäudesanierung. „Wir möchten damit einen deutlichen Schwerpunkt im Bildungs-, sprich Schulbereich, setzen“, konkretisierte Mölle.

Um diese Investitionen abzusichern, wird die Kämmerei bis zur Ratssitzung am 22. Oktober einen Nachtragsplan erarbeiten.

 

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