Rundblick-Unna » 381 muntere Volksradler blieben völlig unerwartet trocken

381 muntere Volksradler blieben völlig unerwartet trocken

Auf den ersten Blick ersichtlich: Deutlich weniger Volksradler sind´s als im Vorjahr. An jenem sehr kühlen, aber auch sehr sonnigen ersten Maisonntag 2014 tummelten sich fast 600 Freizeit- und Sportradler zum etappenweisen Start vor der Sparkasse.

Bunt gemixt war das Teilmehmerfeld auch heute beim 29. Fröndenberger Volksradfahren wieder: unter Sechsjährige wie Ü-80er, Familien mit Fahrradhängern dicht an dicht mit Senioren auf komfortablen E-Bikes. Und auch ambitionierte Sportradler rückten sich wieder energiegeladen ihre Helme zurecht: die himbeerrot-schneeweiß blitzenden Trikots des RC Fröndenberg waren schon von Weitem zu erkennen. Als Ehrenradler begrüßte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe seinen Amtskollegen aus der Partnerstadt Hartha: Gerald Herbst, sportlich gedresst im knallroten Radlershirt.

Volksradfahren Frö

Insesamt deutlich weniger Pedalritter als im Vorjahr, stimmt, nickt Hubert Sallamon, das ist unverkennbar. „305 Erwachsene, 76 Kinder“, zählt der Mann vom Stadtmarketing zusammen. „Am langen Maiwochenende sind wohl so einige weggefahren. Und dass sich das Wetter so passabel halten würde, war nach den doch sehr bescheidenen Prognosen ja auch nicht unbedingt zu erwarten…“

Volksradfahren Frö

Wer mitradelte, dem stand immerhin der Spaß ins Gesicht geschrieben. Den Anreiserkord hielt diesmal Marius Helmuth-Paland aus Berlin. „Ich bin aber nicht mit dem Rad gefahren“, wehrte der drahtige 58Jährige lachend ab. Er besuchte an diesem Wochenende seine Lebensgefährtin in Menden, „und wir dachten, dass es bestimmt mal Spaß macht, hier mitzuradeln.“

Sportlich sind beide – und wie: „Wir laufen Marthon“, berichtet das Paar. „Solche bergigen Radtouren sind aber auch für trainierte Läufer eine ganz neue Herausforderung. Man kommt wirklich wieder richtig aus der Puste.“ Klar fahren sie die lange Strecke, die bergige.

Volksradfahren Frö

Ebenso wie Gisela Richter, eine erfahrene Volksradlerin, die diesmal allerdings erstmals auf einem E-Bike startet. „Ich muss den Motor ja nicht anschalten“, zeigt die Mittfünfzigerin ebenso wie ihre Freundin Petra Brinkmann gleichwohl sportlichen Ehrgeiz.

Volksradfahren Frö

Für das durchtrainierte Herrentrio Roland Woischnig, Frank Ommer und Clemens Papencordt vom RC Fröndenberg sind diese beiden Volksradstrecken, die zur Wahl stehen, natürlich ein Klacks – sie starten konsequent jeden Sonntag um 9.30 Uhr eine 100-Kilometer-Tour und könnten die heutigen beiden Touren problemlos kombiniert und auch dreimal hintereinanderweg abstrampeln.

Die Kürzere, 17 km, führt kinderfreundlich über gesicherte Radwege, auf der längeren (und bergigeren) Strecke geht´s in Anlehnung an die Erik-Zabel-Route via Wickede. Gut 80 Prozent der Volksradler genügte in den vergangenen Jahren aber die kürzere Strecke: Man muss es ja nicht gleich übertreiben an einem entspannten Sonntag.

Volksradfahren Frö

Volksradfahren Frö

Das Fröndenberger Volksradfahren ist eine Kooperationsveranstaltung der Sparkasse Fröndenberg, des Radsportvereins RSV Unna und der Stadt Fröndenberg. In Spitzenjahren schwangen sich bis zu 800 Teilnehmer in die Sättel. Unter 300 sank die Zahl der Radler auch bei ungünstigsten Wetterbedingungen nie in den inzwischen 29 Jahren. Die Sparkasse Fröndenberg übernimmt traditionell die Bewirtung mit Erbsensuppe und Getränken; mit der Anmeldekarte erwirbt jeder Teilnehmer ein Los für die Tombola, bei der es auch in diesem Jahr wieder ein Fahrrad zu gewinnen gab (Wert: 500 Euro). Als weitere Hauptpreise lockten ein Stepper und ein Reisegutschein für Norderney (2 Personen).

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Diese beiden Zuschauerinnen saßen buchstäblich in der ersten Reihe: Annemarie Roth (81) und Rosemarie Liebmann (90) aus Haus Hubertia.


Kommentare (3)

  • Anja Seißer via Facebook

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    Oh da war die Beteiligung heute aber sehr gering… :/

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  • Helmut Brune

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    Aber doch noch eine gehörige Anzahl von Drahteselpiloten!!! Alle haben natürlich Ketten von Union !!!! ha ha ha

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