Rundblick-Unna » 2600 Flüchtlinge kreisweit – Kosten: 18 Mio. € – Landrat: Bestimmte Gruppen dürfen – und sollen – arbeiten

2600 Flüchtlinge kreisweit – Kosten: 18 Mio. € – Landrat: Bestimmte Gruppen dürfen – und sollen – arbeiten

Rund 2.100 Flüchtlinge leben derzeit in den Städten und Gemeinden des Kreises –  400 weitere werden dieses Jahr noch dazukommen. Die Kosten für Unterbringung, Versorgung und Betreuung beziffert der Kreis Unna auf fast 18 Mio. Euro.

Knapp ein Drittel davon übernimmt das Land NRW. Bleiben für die Städte und Gemeinden des Kreises 12 Mio. Euro übrig. Eine schwindelerregende Summe. „Das können die Städte dauerhaft allein nicht leisten“, machte in einer heutigen Pressemitteilung unmissverständlich Landrat Michael Makiolla klar, wobei er ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern vor Ort dankte. Ihr freiwilliger Einsatz zeige eine besondere Willkommenskultur.

Der SPD-Politiker nimmt seinen prominenten Parteifreund – Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) – daher beim Wort. Gabriel hatte gestern in Berlin die volle Kostenübernahme der Flüchtlingsbetreuung durch den Bund angekündigt. Nach Makiollas Einschätzung ist das dringend nötig. Zahlreiche Städte des Kreises befinden sich wie Unna in der Haushaltssicherung, die finanzielle Lage des Kreises selbst ist mehr als angespannt.

Bei einer für 2015 prognostizierten Zahl von 2.600 Flüchtlingen belaufen sich die Personal- und Sachaufwendungen auf 17,8 Mio. Euro. Davon wird das Land NRW wohl 5,7 Mio. übernehmen. „Damit müssten die Städte und Gemeinden noch mehr als 12 Mio. schultern. Das können sie dauerhaft einfach nicht leisten“, macht der Landrat unmissverständlich klar.

Flüchtlinge sollen auch arbeiten können

Auch einen anderen Aspekt thematisiert er: Bestimmte Flüchtlingsgruppen dürfen seit 2014 eine Arbeit aufnehmen. In Gesprächen mit Arbeitsagentur und Jobcenter will sich Makiolla bemühen, „geeignete Maßnahmen zur Aktivierung und Qualifizierung von Flüchtlingen zu konzipieren und zu finanzieren“. Denn eins sei klar: „Es ist auf Dauer günstiger, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit und Nichtstun.“

Flüchtlinge in Landesstelle Massen nicht mitgerechnet

In die Prognose von 2.600 Flüchtlingen im Kreis in diesem Jahr übrigens nicht eingerechnet sind die ca. 600 Menschen, die in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Unna-Massen ankommen. Denn, so begründet der Kreis dieses Herausrechnen: In der Landesstelle werden die Flüchtlinge nur registriert und gesundheitlich untersucht, um anschließend auf Städte und Gemeinden verteilt zu werden.

Kommentare (41)

  • Fürst

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    Wie schön – soviele neue Kulturboten.

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  • Franz-Josef Bals via Facebook

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    Stadtreinigung fürs Geld !

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  • Dominik Rodgers via Facebook

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    Schnauze ihr Rassisten!

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    • Bi Anca via Facebook

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      Gute und freundliche Antwort Herr Rodgers. Genau das braucht Deutschland. So ein dummes Geschwätz. (Y). Was hat es mit Rassismus zu tun? Irgendeine Antwort darauf?? Das hat meiner Meinung nach überhaupt nichts damit zu tun. Wahrscheinlich sind sie zu jung um richtig nachzudenken, dass irgendwann einmal Schluss in Deutschland sein muß. Haben Sie sich mit der aktuellen Politik befasst oder waren Sie schon einmal in solchen sogenannten „Lagern“ (das Wort gefällt mir auch nicht). Sofort fällt immer das Wort Nazi oder Rassist, sobald man seine Meinung sagt. Das ist traurig und das wird es leider noch viele, viele Jahre geben. (PS. Sie haben das Wort Nazi nicht genannt!), bevor da auch gleich wieder eine unqualifizierte Antwort kommt .

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    • Dominik Rodgers via Facebook

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      Oh Mann, auf so eine „reflektierte “ Antwort eines „besorgten Bürgers“ hab ich nur gewartet. Gerade weil ich mich damit beschäftige, kann ich nicht verstehen, dass die Stammtischpolemik in der breiten Öffentlichkeit immer mehr Fuß fasst. Lassen Sie mich bitte mit Ihrem Blabla in Ruhe. P.S.: Rassismus ist keine Meinung! Guten Tag.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Da will man nur noch weg aus Deutschland!

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  • Sven Ewald via Facebook

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    Die städte gehen denn bach runter hauptsache die affen bekommen das geld armes deutschland.

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  • Heike Harnagel via Facebook

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    Jedesmal wenn ein Bericht über Ausländer kommt muss ich mit Traurigkeit feststellen das hier mehr Ausländerfeindliche Kommentare gepostet werden als alles andere. Warum ?? Würdet ihr nicht nach Hilfe rufen wenn sowie in unserem Land passieren würde ?? Würdet ihr nicht das Land verlassen wollen wo es keine Zukunft für euch und eure Kinder gibt ?? Würdet ihr hungern wollen ?? Wie würdet ihr euch fühlen wenn euch Menschen so behandeln würden oder über euch so reden würden ?? Versetzt euch einfach mal in diesen Gedanken. Wir alle leben auf ein und denselben Planeten. Einigen von euch geht es wohl zu gut und ihr habt ein Stein wo eigentlich ein Herz hingehört.
    Schönen Abend noch. Lg

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    • Nicole Lemke-Heinecke via Facebook

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      Wenn das so weitergeht dann kannst du als Deutscher bald dein Land verlassen und Platz machen für all die armen Menschen von denen du hier schreibst.
      Verfolgst du eigentlich die Politik ?
      Mach mal die Augen auf und rechne mal 1 und 1 zusammen….dann kommste bestimmt darauf das das Ausländerwachstum in Deutschland nix mehr mit Herzgefühl sondern mit dem Abgrund Deutschlands zu tun hat!

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      • Fürst

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        Richtige Einstellung Frau Heinecke, meine volle Zustimmung.

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    • Nicole Lemke-Heinecke via Facebook

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      PS nur ca 2% der Asylanträge werden bewilligt….das heisst 98% sind Wirtschaftsflüchtlinge. …also nicht verfolgt.

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Meine Augen sind offen. Daher sehe ich auch das du nicht auf meine Fragen geantwortet hast liebe Nicole Lemke-Heinecke. Bist du vielleicht eine von denen die als erstes unser Land verlassen und nach Hilfe schreien würdest damit du kein Hunger und Not erleidest ??? 😉

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    • Nicole Lemke-Heinecke via Facebook

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      Sorry aber ich besitze nicht mehrere tausend Dollar wie diese sogenannten armen Flüchtlinge um mir eine Überfahrt zu erkaufen.
      Bei diesen Flüchtlingen geht es auch gar nicht um Hunger.

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Na du musst es ja wissen. 😉
      Wieder meine Fragen nicht beantwortet.

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    • Nicole Lemke-Heinecke via Facebook

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      Ich weiss es scheinbar besser als du Heike Harnagel

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Aaahhhh ja.

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Du entweichst den Fragen von mir… das beantwortet für mich schon einiges.

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Richtige Einstellung Frau Heinecke, meine volle Zustimmung. Frau Harnagel, es erscheint mir komisch das nur junge männliche Afrikaner vor Hunger und Armut flüchten(obwohl in ihren Ländern nicht mal Krieg ist), wie können sie uns das erklären? Wo sind die Frauen und Kinder? Warum kommen fast nur Muslime als „Flüchtlinge“ an, wo bleiben die Christen?

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    • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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      Die legen keinen Wert auf Frauen und Kinder, die Kerle kommen nach Deutschland um sich hier ein schönes Leben zu machen, auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Und werden hier hofiert, kommen in Hotels unter, bekommen Telefone, Essen, Kleidung und was weiß ich was noch, wären obdachlose, Kinder und Rentner auf der Strecke bleiben. Ein toller Sozialstaat ist das wenn er das fremde mehr versorgt als das eigene, so wird sich das Bismarck nicht gedacht haben.

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      • Fürst

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        Leider ist es genau so!
        Wer wie Heike Harnagel argumentiert, ist vermutlich mit solch einem „Nassauer“ verbandelt.

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    • Dominik Rodgers via Facebook

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      Hier kriegt man ja echt ‚ne Zumutung, wenn man den Müll liest. Ich bin ganz bei Ihnen, Frau Harnagel.

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    • Heike Harnagel via Facebook

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      Danke Dominik Rodgers

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    • Re Gina via Facebook

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      Wenn ich politisch verfolgt werden würde…wenn ich in einem Land wäre, wo der absolute Krieg tobt…wenn ich Sorgen und Angst um meine Kinder haben müsste….wenn ich hungern & frieren müsste, ja…dann würde ich in ein anderes Land flüchten wollen, wo man mir hilft, wo kein Krieg ist, wo ich nicht hungern müsste und wo ich ein Dach über den Kopf hätte !!! ABER ich wäre dankbar dafür und würde meinen Helfern nicht vorm Kopf stoßen und immer mehr Ansprüche stellen und Straftaten begehen in einem Land, dass mir/uns fast bedingungslos hilft. Ich wäre dankbar und nicht fordernd und würde alles versuchen mich zu integrieren und erkenntlich zu zeigen und nicht nur rumsitzen. Ich würde meinen Müll selbst wegbringen und meine gestellte Wohnung sauber und ordentlich halten…und nicht den Müll in den Ecken schmeißen und meine Wohnung samt Einrichtung verdrecken und demolieren. Und ich würde nicht wollen, dass die Einheimischen dieses helfenden Landen unter mr zu leiden haben und ständig zurück stecken müssen.Ich würde nicht wollen, dass wegen mir Unmut aufkommt und ich würde mich schämen, wenn ich Hilfe mit den Füßen trete. Und ich würde dieses Land nicht beschimpfen und demütigen mit seiner Vergangenheit und mich an Gesetze halten !

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  • Bili Bili via Facebook

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    Wegen Europäischen Afrika is arme

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  • Fürst

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    Arbeitslager schaffen – und jeden Ankommenden dort mal tüchtig arbeiten lassen. Mal sehen, wieviele bleiben wollen.

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  • Re Gina via Facebook

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    18 Mio € (abgesehen von den Milliarden die schon geflossen sind) ! Woher nimmt der Staat, das Land, die Kommunen das Geld dafür her ? Angeblich ist doch nie Geld da. Alle Kassen leer. Kein Geld dafür da z.B. ein Gemeindehaus zu renovieren oder ein Schwimmbad mit zu finanzieren oder kleine Firmen zu retten, damit keine Arbeiter entlassen werden müssen ! Es ist Geld genug da, um für die Flüchtlingskinder Betreuer und Erzieher (in den Flüchtlingslagern) vom Jugendamt zu bezahlen….und für „unsere“ Kinder müssen die Eltern Monate oder gar Jahre um die Zahlungen von Medikamenten, Heilmitteln, Therapieplätze, Therapiegeräte und Betreuer kämpfen und kämpfen ! ………..Und wenn dann darüber Unmut aufkommt, bei der Bevölkerung, dann heißt es gleich wieder : Nazi, Rassist usw. ! Wenn die ganzen Gutmenschen, die es sooooo toll finden immer mehr Flüchtlinge auf zu nehmen und zu finanzieren, dann sollen gefälligst auch diese Gutmenschen einige Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen; in ihren eigenen Wänden; und unterstützen, finanzieren, ernähren und auf deren Kinder aufpassen !!! Aber ich wette, DAS wollen diese Gutmenschen dann nämlich auch nicht ! helfen gut und schön…aber auch Hilfe hat seine Grenzen und deswegen, wenn man mal NEIN sagt, ist man noch lange nicht Ausländerfeindlich oder kein Hilfe-Gegner !

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    • Fürst

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      Zutreffend. Unsere Vernunft gebietet dringend ein Nein.

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    • Fürst

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      „Kinderarmut hat in Deutschland einer Studie zufolge alarmierende Ausmaße angenommen. Zwei neue Erhebungen zeigen das …“ BILD vom 10.05.15.
      Da bin ich doch gerne etwas rassistisch.

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  • Sven Ewald via Facebook

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    Dominik Rodgers du depp. Jeder darf seine meinung da zu schreiben.

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  • Sven Ewald via Facebook

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    Werden wir als Bürger gefrag ob wir das wollen das die alle hier rüber kommen. Ne werden wir nicht gefrag müssen das so hin nehmen. Amut gibt auch in deutschland genug.18 mio hätten die in armes familien geben sollen die hier leben.

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  • Fürst

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    Blick in die deutsche Zukunft!

    Eines Morgens, ich schlief noch fest, da wurde ich wach vom Ruf des Muezzin, der über Lautsprecher von der benachbarten Moschee an mein Ohr drang. Ich hatte mich längst daran gewöhnt. Früher war sie mal eine Kirche, aber das ist lange her.

    Die wenigen Deutschen, die noch in unserer Gegend wohnen, schicken ihre Kinder fast alle in die Koranschule, damit sie es später leichter haben, sich zu integrieren. In den Schulen wird inzwischen hauptsächlich in Türkisch unterrichtet, manchmal auch in Russisch oder Arabisch, je nach der Mehrheit. Die Klassen werden entsprechend zusammengestellt.

    Meine Frau hat wieder Arbeit gefunden, in einem türkischen Restaurant, als Aushilfe. Da Ausländer bei der Arbeitsplatzvergabe jetzt vorrangig behandelt werden, ist das ein großes Glück. Ich muß vorläufig nicht mehr zum Arbeitsamt. Gestern sagte mir mein Berater, Herr Hassan Gökmen, ich sei als Deutscher ohne Türkischkenntnisse nicht mehr vermittelbar, und hat mir einen Sprachkurs in Aussicht gestellt. Wieder gehe ich ohne spürbaren Erfolg nach Hause.

    Würde jetzt gerne ein Bier trinken, aber das habe ich mir schon vor längerer Zeit abgewöhnt. Da Bier nun in Deutschland kaum noch gekauft wird, sind die Preise in ungeahnte Höhen geschnellt. Ich trinke jetzt schwarzen Tee. Bei gutem Wetter oft vorm Haus. Nicht anders sieht es mit Fleisch aus. Wie gerne würde ich mal wieder eine Schweinshaxe essen, aber Schweinefleisch bekommt man hier nur noch „unter der Hand“, für rund 49 YZ pro Kilo. Ich habe meine Ernährung jetzt völlig umgestellt. Viel Gemüse, Lamm und CousCous.

    Oft, wenn ich aus dem Fenster des längst verfallenen und übel riechenden Mietshauses, in dem wir wohnen, sehe, stelle ich mir die vorbeilaufenden Frauen ohne Kopftücher vor, und wünsche mir insgeheim, mal wieder eine schlanke Blondine zu sehen.

    Ich weiß, daß meine Fantasien verwerflich und völlig inakzeptabel sind, darum rede ich ja auch mit niemandem darüber. Ganz selten, vielleicht ein, zwei mal im Jahr, sehe ich von Weitem mal eine Frau, die ihre Haare ungeniert zeigt.

    Früher pfiff der ein- oder andere bierbäuchige Bauarbeiter hinter ihr her. Heute höre ich Parolen, wie: „Du deutsche Sau, wo ist Dein Kopftuch?“.

    Ich schalte meinen Fernseher ein, um ein wenig zu entspannen. Ein Nachrichtensprecher sagt, daß auf Druck diverser Parteien, vor allem aber der „Partei des rechten Weges“, im Bundestag das Gesetz, welches den Kopftuchzwang auch für deutsche Frauen vorschreibt, ab dem nächsten Monat beschlossene Sache sei. Das ist natürlich etwas anderes. Wenn sich die deutsche Frau dann auch noch dagegen auflehnt, dann muß sie sich nicht wundern, wenn sie beschimpft oder gar verprügelt wird.

    Jetzt muß ich mich aber auch mal selbst loben, denn meine Frau trägt schon seit einer ganzen Weile ein Kopftuch. Ich wurde auf den Unmut meiner Mitbürger gegenüber meiner Frau aufmerksam, als man ihr türkische Schriftzeichen in die Autotür unseres alten Opels ritzte. Na ja, wir mußten ihn sowieso verkaufen. Was ich festgestellt habe, ist, daß sich die Freundlichkeit gegenüber meiner Frau durch das Tragen ihres Kopftuches um ein Vielfaches erhöht hat.

    Allein im Gemüseladen an der Ecke wird sie manchmal freundlich behandelt, und bekommt auch bessere Ware, als früher. So gänzlich wollte der Wandel dann aber doch nicht gelingen, denn gerade die Türkinnen, die gerade rüber im längst verrotteten Park ihre Kinder beim Spielen beobachten, akzeptieren meine Frau noch nicht so ganz. Barbara ist einfach zu schlank.

    Ich riet ihr zu einem langen Mantel, in den sie sich hinten und vorne ein Paar Kissen einnähen sollte, um ihre unansehnliche Schlankheit zu kaschieren. Stück für Stück arbeiteten wir daran, endlich geduldet zu werden. Sie sitzt jetzt ab und zu schon unten bei den Frauen, auch wenn es mit der Sprache noch nicht so gut klappt.

    Heute Nachmittag brachte man meine Frau ins Krankenhaus. Verdacht auf einen Hitzschlag. Wir haben 34 Grad im Schatten. Ich kann nicht so recht glauben, was mir die Ärzte erzählen. Sie reden davon, daß der Mantel mit den Kissen nicht die richtige Kleidung für dieses Wetter sei. Ich denke, daß sie sich daran gewöhnen wird. Wenn sie wieder entlassen wird, werde ich sie nach Kräften dabei unterstützen, diese kommunikationsfördernde Maßnahme fortzusetzen.

    Meine Frau ist wieder zu Hause. Sie ist fast wieder rehabilitiert. Zwar wird ihr noch oft schwindelig, aber das muß nichts mit dem Hitzschlag zu tun haben. Ich glaube, daß sie noch nicht so ganz mit dem Apfeltabak aus der Wasserpfeife klar kommt, den ihr der Chefarzt Prof. Dr. Ismet Cücük zur Entspannung empfohlen hatte.

    Man kann uns eigentlich als Leidensgenossen ansehen, da auch mich in den letzten Tagen Brechdurchfälle plagen. Den Gang zum Arzt wegen solcher Kleinigkeiten können wir uns lang´ schon nicht mehr leisten. Außerdem sind die türkischen Ärzte maßlos überbelastet, und meinem ehemaligen deutschen Hausarzt warfen unbekannte in der letzten Woche einen Molotow-Coktail ins Hoffenster. Dr. Krause starb noch im Krankenhaus an seinen schweren Verbrennungen. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet und ermittelt nun gegen eine zweiköpfige, vermutlich rechtsradikale Splittergruppe.

    Gerade eben kam mein Sohn Max aus der Schule. Vor noch einem Jahr ersetzte er „ch“ in einem Wort mit „sch“. Das hörte sich wirklich schrecklich an. Zum Beispiel: „Isch woas nisch, alder, hab voll nisch die Peilung…krass alder.“ Seine Lehrerin Frau Serptil Bülbül erklärte mir, daß dies ein ganz normaler Vorgang in der Entwicklung eines Jugendlichen sei, und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Irgendwie beruhigte mich das schon, aber ich hatte noch meine Zweifel. Heute muß ich sagen, daß sie Recht hatte.

    Max spricht nur noch selten deutsch, und wenn, dann sehr gebrochen. Ich beneide ihn ein wenig, da es mit meinem Sprachkurs noch immer nicht so voran geht, wie ich es mir wünsche. Na ja, Kinder lernen eben schneller und sind aufnahmefähiger.

    Selbst meine Frau kann schon besser türkisch als ich, weil sie unten im Park mit den anderen Frauen viel mehr Chancen auf ihre Sprachbildung hat, als ich in 90 Minuten am Abend in der Volkshochschule bei Lehrer Selahatin Erkan.

    Unser Max ist das einzige Kind in der Klasse, das deutsche Eltern hat. Oft schämen wir uns ein bißchen dafür, aber wir halten ihn dazu an, sich so gut es geht anzupassen.

    Gerade habe ich das Radio eingeschaltet. Ich mußte fast 30 Minuten nach einem deutschsprachigen Sender suchen. Es wird wirklich Zeit, daß ich meine Vokabeln intensiver lerne, dann müßte ich nicht ständig am Sendersuch-Rädchen meines alten Transistorradios kurbeln, sondern verstünde die neue Muttersprache. Alle Sender wurden dem jeweiligen Bevölkerungsanteil angepaßt.

    Der Sprecher sagt, daß ab nächstem Jahr der „Tag der Deutschen Einheit“ wegfalle, und durch den „Tag der Deutschen Schande“ ersetzt werden würde, durch den die Greueltaten der Deutschen in der Vergangenheit weiter aufgearbeitet werden sollen. Sozusagen gegen das Vergessen.

    Ich schäme mich dafür, daß meine Eltern damals, als noch Zeit war, das Land zu retten, nicht den Mut hatten, den Anfängen zu trotzen.

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    • Petter Uhlenbusch

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      Ein schöner Beitrag. Ich hoffe das der ein- oder andere Vaterlandsverräter von den Grünen das mal liest…..

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  • Re Gina via Facebook

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    Ist man, wenn man sich Sorgen macht, um die finanzielle und soziale Situation in unserem Land, wirklich gleich ein Nazi, Rassist ? Ist man automatisch Ausländerfeindlich, wenn man von seinen negativen Erlebnissen mit Ausländern/Asylbewerbern berichtet ? Ist man automatisch ein Rechter, nur weil man die „Hände-übern-Kopf zusammenschläft“ über diese Flüchtlingssituation und über die Entscheidungen der Politiker ? Ist man automatisch ein Gegner von Hilfe und helfen wollen, nur weil man sagt, dass doch irgendwann „mal gut“ ist mit der ganzen Hilfe ? Warum wird man automatisch in eine „Ecke gedrängt – Schublade gesteckt“, wenn man seine eigene Meinung sagt und seine Sorgen und Ängste mit teilt ?

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    • Fürst

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      Alle Fragestellungen sind berechtigt.
      Die klare Antwort ist meinerseits NEIN.
      Es ist schlichtweg traurig, daß man ggf. sofort in die rechte Ecke gedrängt wird.
      Um jemanden mundtot zu machen, dessen Meinung zu disqualifizieren, scheint es aber meistens -politisch auch gewollt- zu funktionieren.

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  • Sascha Krieg

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    Alle am Besten wieder nach Hause jagen, und das Geld erst einmal für das eigene Deutsche Volk verwenden, das wäre die Richtige Option!Ich sehe es schon kommen, dass wir uns in unserem eigenen Land als Fremde fühlen,und uns alles gefallen lassen müssen!Ist ja Teilweise schon so.Kriegt man von einem „Nicht Deutschen “ Mitbürger einen auf Maul, passiert nichts.Aber wenn unser eins zurück haut, gibt es gleich ne Strafanzeige wegen sogenannten Landesfriedensbruchs!Tolles Deutschland.Mein dank geht besonders, an unsere bisherige/n Bundeskanzler/in, die diese scheiße immer zugelassen haben, und mit Tatkräftiger Hilfe des Dt. Bundestages unser Land in den Abgrund Manövrieren!

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    • Fürst

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      Richtig! DA müßte mal der Verfassungs-/Staatsschutz ran! Siehe Amtseid:
      „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
      Dem DEUTSCHEN Volke. – Es gab einen, der nahm das wörtlicher – ging aber in die Hose.

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