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21Jährige gleich 24 (!) Mal deutschlandweit gesucht – am Airport DO aufgeflogen

Eigentlich sind die Bundespolizisten am Dortmunder Flughafen inzwischen alles gewöhnt – dachten sie. Doch der Einreiseversuch dieser 21-jährigen Rumänin am Freitagmorgen belehrte sie  eines Besseren.

Die junge Frau wollte um 08:00 Uhr mit einem Flug aus Cluj (Rumänien) kommend am Airport einreisen. Bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle bekam der kontrollierende Bundespolizist riesengroße Augen:

Sage und schreibe 24 Mal wurde die junge Osteuropäerin deutschlandweit gesucht – mit einem Haftbefehl wegen Diebstahls des Osnabrücker Amtsgerichts sowie gleich 23 Mal von Staatsanwaltschaften.

Das Sammelsurium ihrer Straftaten reichte von Betrug über Diebstahl bis zu Einbruchsdiebstahl. Entsprechend suchte ein Sammelsurium von Staatsanwaltschaften nach der Frau: Braunschweig, Itzehoe, Duisburg, Heilbronn, Kiel, Bielefeld, Koblenz, Voerde, Hagen, Stuttgart, Landshut, Zwickau, Osnabrück, Verden, Lüneburg, Cottbus, Amberg, Mühlhausen, Frankfurt/Oder und Bochum.

Aufgrund der Tatsache, dass die 21-Jährige weder über Bargeld noch Kreditkarten verfügte, um ihren Aufenthalt zu finanzieren, sowie zur Verhinderung weiterer Straftaten verweigerte die Bundespolizei der 21-Jährigen die Einreise. Mit einem späteren Flug musste sie zurück nach Rumänien fliegen. Zuvor zahlte sie noch die Geldstrafe – 300 Euro.

UPDATE: Ein Bundespolizeisprecher erklärte uns am Montagmorgen, wieso die Beamten nur die Wahl hatten, die junge Frau entweder einreisen zu lassen oder zurückzuschicken. Und Letzteres war gar nicht so einfach.

http://rundblick-unna.de/67307/

Kommentare (15)

  • Helmut Brune

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    Hier lese ich doch Gegensätzlichkeiten. Sie hatte kein Bargeld oder Kreditkarten dabei, zahlte vor der Rückreise aber wohl die Geldstrafe von 300 Euro. Obendrein erscheint mir 300 Euro herzlich wenig, wenn sie von sovielen Staatsanwaltschaften gesucht wurde.

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    • Silvia Rinke

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      Dass sie kein Bargeld dabeihatte, steht dort mitnichten. Dort steht: Aufgrund der Tatsache, dass die 21-Jährige weder über Bargeld noch Kreditkarten verfügte, um ihren Aufenthalt zu finanzieren,, sowie zur Verhinderung weiterer Straftaten, verweigerte die Bundespolizei der 21-Jährigen die Einreise.

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  • Claudia Gisselmann

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    Hätte man sie nicht den Staatsanwälten überstellen können bzw. dürfen?

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  • Wolfgang Rickert

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    Hätte man die Dame nicht an eine der suchenden Staatsanwaltschaften weiterreichen können? Hagen oder Bochum wären nicht weit weg

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  • Werner Maag

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    Dann reist sie halt mit dem Fernbus (Flixbus, etc.) ein. Dort gibt es keine Kontrollen und das Naturtalent aus Rumänien (Zigeunerin?) kann gleich weiter bei uns klauen und betrügen gehen.

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  • Marc

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    Ja geht es noch… Die Dame wird gesucht und reist einfach wieder ab nach Rumänien?

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  • Mike

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    Es besteht ein Haftbefehl und die Dame wird nicht in Haft genommen ???

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  • Silvia Rinke

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    An alle, die sich hier (ebenso wie wir) fassungslos fragen, wie sowas möglich ist: Wir werden am Montag bei der Bundespolizei die rechtlichen Hintergründe erfragen.

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  • fürst

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    So kommt es, wenn man Täter nach Personalienfeststellung immer wieder laufen läßt.
    Werner Maag schreibt zu recht, wie es vermutlich weitergeht.
    Ich würde gerne wissen, was die Täterin unterdessen an Eigentum Deutscher nach Rumänien verbracht hat.

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  • kim pruijsen

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    Ich finde es gut, jetzt kostet die uns ( Steuergelder) Kein Geld mehr. Bei so ein ist nichts zu holen und kostet nur. 50-75 Euro pro Tag kostet es der Staat wem einer im Knast Sitz.

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  • fürst

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    Auch das polizeiliche (Tat-)Verhinderungsgebot hat, wohl durch das Unterlassen von Staasanwaltschaften und Richtern!) völlig versagt.

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  • Silvia Rinke

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    Update: Der angekündigte Folgebericht ist eingestellt. http://rundblick-unna.de/67307/

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  • luenne

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    Hätte man die Kollegen in Rumänien nicht bitten können das Sie ihre Haftstrafe da absitzt ?
    Da hätte sie bestimmt mehr draus gelernt.
    Der Knast in Rumänien ist nämlich nicht so ein Urlaubsparadies wie unsere hier.
    Das einzig wircklich positive an diesem Fall ist das sie die Geldstrafe bezahlt hat.
    Wer muss die Rückreise bezahlen der Steuerzahler oder die Dame ?

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    • Silvia Rinke

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      Da sie kein weiteres Geld mehr hatte, erübrigt sich die Frage, luenne.

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      • luenne

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        Hätte ja sein können das man sie per Nachnahme Bezahlung zurück schicken kann :-))

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