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19Jährige in Lünen begrapscht, überfallen und verletzt

Eine 19-jährige Lünerin ist in der Nacht zu Samstag in der Lüner Innenstadt belästigt, sodann überfallen, beraubt und verletzt worden. Die Täter, drei Männer, sind flüchtig.

Wie die Dortmunder Polizei berichtet, war die junge Frau gegen 4 Uhr früh auf der Gartenstraße unterwegs, als ihr eine Gruppe von 3 Männern begegnete. Aus der Gruppe heraus wurde die 19Jährige angesprochen. Sie ignorierte das, setzte ihren Weg fort.

Trotzdem erwies sich einer der Männer hartnäckig, folgte der jungen Frau und griff ihr unter anderem an den Po. Die Lünerin wehrte sich heftig, doch auf der Konrad-Adenauer-Straße riss einer der Männer sie zu Boden.

Dort liegend wurde sie zudem geschlagen, und einer der Täter entriss ihr schließlich die Handtasche. Alle drei rannten weg. Die junge Frau blieb geschockt und leicht verletzt zurück.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweis zu den Tätern geben können. Sie werden wie folgt beschrieben:

Haupttäter: dunkelhäutig, ca. 20 Jahre alt, Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen, weiße Kappe.  Zweiter Täter: dunkelhäutig, ca. 20 Jahre alt, kleiner als der Haupttäter, schwarze Jacke. Dritter Täter: dunkelhäutig

Zeugen melden sich bitte beim Kriminaldauerdienst unter Tel. 0231/132-7441.

Es ist der dritte Überfall von diesem Wochenende im Kreis Unna. In Unna traf es einen 24jährigen Mann, in Schwerte einen 36Jährigen. Dieser wurde von Messerstichen zudem schwerst verletzt. Wir berichteten schon gestern über diese Überfälle.


 

Rückblick: Die Kreispolizeibehörde Unna kündigte im vorigen Herbst eine Offensive zur Stärkung des „subjektiven Sicherheitsgefühls von Frauen“ an. „Offenbar hat sich auch bei Frauen im Kreis Unna das subjektive Sicherheitsgefühl verschlechtert.“ Denn die Nachfrage nach Beratungen in puncto „Frauenselbstbehauptung“ steige weiter.  Deshalb hat die Kreispolizeibehörde jetzt  erstmals eine Kooperation mit den Gleichstellungsstellen der kreisangehörigen Kommunen geschlossen. In diesem Rahmen werden Frauenselbstbehauptungskurse angeboten und organisiert.

Das Kommissariat Kriminalprävention/ Opferschutz der KPB Unna wird Referentinnen zur Verfügung stellen. Eine weitere Kooperation mit dem Frauenforum Kreis Unna ist in Planung. Mit dem neuen Angebot soll 2017 erstmalig allen Frauen im Kreis Unna die Möglichkeit gegeben werden, sich in ihrem Nahbereich sachlich beraten zu lassen.

Bereits im vorigen Jahr direkt nach den sexuellen Massenübergriffen auf Frauen in der Silvesternacht bot die Kreispolizei Beratungen an, bei denen die Opferschutz- und Präventionsexpertin Petra Landwehr in verschiedenen Städten dezentral effektive Selbstschutzmaßnahmen für Frauen anbot. Eine dieser Veranstaltungen fand auch in Fröndenberg statt. Petra Landwehr betonte an diesem Nachmittag explizit: Die Übergriffe auf Frauen (ob sexueller oder räuberischer Art) seien im Bereich der KPB Unna NICHT angestiegen. Dafür aber sprunghaft die Anträge für kleine Waffenscheine.

Auf der Homepage der Polizei Unna finden sich außerdem schon jetzt Tipps zum „Gefahrenbewussten Verhalten im öffentlichen Raum“:

https://www.polizei.nrw.de/unna/artikel__12959.html

Kommentare (8)

  • S. Maritz

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    Anhand der Beschreibung der Täter könnten Politik und Behörden ein Muster erkennen – wenn die Politik wollte und die Behörden dürften.

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  • Frank Hermann

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    Es handelt sich hierbei doch bestimmt nur um einen bedauerlichen Einzelfall?

    Bittere Ironie aus.

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    • fürst

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      SPD und GRÜNE werden das nach den Wahlen in Ordnung bringen.
      Wir brauchen keine Alternative.

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  • Ute

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    Wertvoller als Gold^^

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  • fürst

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    Um 4 Uhr in der Nacht, bei Dunkelheit also, will die angeblich überfallene Frau „dunkelhäutige Männer“ erkannt haben? Wenn hier also nicht nur Hetze gegen eine bestimmte Personengruppe gegeben sein sollte, stellt sich doch die Frage, was eine 19-jährige nachts alleine auf der Straße zu suchen hat, ob sie nicht möglicherweise falsch gekleidet war und Abenteuer suchte, Wertsachen zur Schau stellte? Man sollte nicht immer die Schuld bei Anderen suchen.

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  • Helmut Brune

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    Was für eine hoffnungslose Situation. Alles Gute der jungen Dame.

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  • Willy

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    Frauen müssen sich wieder züchtig kleiden und zurück kehren, an den Herd.

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  • Onkel Heini

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    Mein Gott (oh, darf ich Gott überhaupt noch sagen oder schreiben oder bin gleich
    der Ungläubige???), die „netten“ dunkelhäutigen Männer sind traumatisiert von ihrer langen Reise. Wir sind doch schuld, daß die so sind. Wir müssen denen doch Sicherheit geben und dafür sorgen das es ihnen gut geht… Die sind doch alle so hilflos. (Achtung Ironie…)

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