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17 Einbrüche in 23 Tagen


Einbrüche in Unna auf einer größeren Karte anzeigen
LEGENDE: Die Karte zeigt die lediglich die Straßen der Einbrüche, der Pin steckt an zufälliger Stelle in der Karte. Alle roten Orte zeigen Einbrüche vom 18. bis 27. Oktober, die gelben Pinne Einbrüche zwischen dem 14 und 17. Oktober, die blauen Stecknadeln vom 7. bis 13. Oktober und die Lilanen vom 1. bis 12. Oktober. Die grüne Stecknadel zeigt den Einbruch, bei dem die Polizei den Einbrecher auf frischer Tat ertappt hat. Die Karte wird laufend aktualisiert, weswegen die aktuelle Stecknadelfarbe jeweils bis zum Ende der Kalenderwoche gilt.

Kommissariat Prävention gibt Tipps zum Einbruchschutz

Diese alltäglichen Einbruchsmeldungen haben manchmal schon etwas belangloses. Am Mittwoch, 23. Oktober, piepste der Nachrichtenticker der Kreispolizeibehörde bis 14:20 Uhr genau acht Mal in Sachen Einbruch. In Unna schlugen Unbekannte genau drei Mal zu. Wer sich den ganzen Oktober anguckt, kommt auf mittlerweile 17 Einbrüche in der Kreisstädte.

Die Aufklärungsquote? Ein Mal vermeldete die Polizei, dass die Polizei einen Täter auf frischer Tat im Oktober ertappt hat. Er brach mit seinem Komplizen in eine Bäckerei ein. Dieser konnte aber fliehen.

Wie Sie Einbrüche verhindern

Das Symbolbild zeigt eine Hand, die versucht, von außen eine Terassentür zu öffnen.

Ein gekipptes Fenster ist immer eine Einladung. Foto: Tobias Kestin

Wenn niemand den Einbrecher beobachtet und die Polizei rechtzeitig zugreifen kann, dann ist die Aufklärungsquote verschwindend gering. Deshalb rät die Polizei immer wieder „Riegel vor“ – wie jüngst auf der Messe „Schöner Wohnen“ in der
Stadthalle Unna. Die Angebote der Polizei sind meist gut besucht

Die Möglichkeiten zum Einbruchschutz sind breitgefächert und reichen von schnell und günstig bis aufwändig und teuer. Etwa speziell gesicherten Fenstern oder nachrüstbaren Schlössern ab 80 Euro.

Unknackbar sind die auch nicht, aber sie reichen: „Ein Einbrecher nimmt sich höchsten vier bis fünf Minuten Zeit, um ins Gebäude zu gelangen.“ Das muss auch möglichst lautlos vonstatten gehen, wenn eine Scheibe klirrt, schrecken die Nachbarn eher auf und rufen vielleicht sogar die Polizei.

Wer sich absichert, spart bei der Hausratsversicherung

Wer sich effektiv gegen Einbrecher schützt, kann bei seinen Versicherungen einen Rabatt bei der Hausratversicherung heraus handeln, sagt Detlef Burkhardt. Wer die Tipps der Schutzgemeinschaft Sicheres Wohnen, in der Polizei und Handwerker organisiert sind, befolgt, sollte mit seinem Vertreter reden.

Wenn der Einbrecher doch ins Haus kommt, geht es schnell. Er durchwühlt alles und sucht nach Bargeld und Schmuck. „Beides lässt sich am einfachsten weiterverwenden“, sagt Detlef Burkhardt. All die klassischen Geldverstecke – etwa in der Porzellantasse im Schrank und unter dem Bettkissen – sollte der Bewohner meiden. Diese Verstecke kennt der Dieb. „Aber auch vermeintlich kluge Verstecke wie den Revisionsschacht sind längst bekannt“, sagt Burkhardt.

Ein Safe für den Hausgebrauch

Deshalb empfiehlt er lieber einen Safe der Widerstandsklasse 0. Modelle dieser Klasse beginnen bei rund 500 Euro. Dafür ist der Inhalt bis zu 40 000 Euro versichert. Die Safes sind feuerfest und lassen sich nur schwer knacken und transportieren. Dort können die Besitzer allerlei Wertsachen und Dokumente platzieren, die weder einem Einbrecher noch einem Brand zum Opfern fallen dürfen.

Wer ganz sicher gehen möchte, nimmt sich ein Bankschließfach, was mit um die 40 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Diese sind äußerst diebstahlsicher – wenn nicht gerade jemand einen Tunnel gräbt.

Meist reicht ein Schraubenzieher

Mit einem 30 Zentimeter langen Schrauber kann der Einbrecher 650 Kilopond Druck auf ein Fenster ausüben. Das reicht, um ein ungesichertes Fenster eben aufzuhebeln. Nach dem Bruch wirft der Täter den Schraubenzieher weg, verwischt die Spuren und so ist ihm kaum etwas nachzuweisen. „Der Täter gibt nur die Tat zu, bei der er erwischt worden ist“, begründet Peter Schulz die geringe Aufklärungsquote.

Die Polizei hilft

Wer sich genauer informieren möchte, wendet sich an die Experten der Kreispolizeibehörde Unna. Die Einbruchs-Schützer sitzen der Wache Kamen, Am Bahnhof 12. Ansprechpartner ist Kriminalhauptkommissar Detlev Kratzke, Tel. 02307 / 921-4412, Fax 02307 / 921-4499 und E-Mail: kriminalpraevention@polizei.nrw.de

Tipps der Polizei:

Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
Rollläden sollten zur Nachtzeit – und keinesfalls tagsüber – geschlossen werden, damit sie nicht sofort ihre Abwesenheit signalisieren.
Erleichtern Sie Einbrechern das Erreichen Ihres Balkons nicht durch Aufstieghilfen wie Mülltonnen oder Leitern unter dem Balkon.

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