Rundblick-Unna » 132 neue Sozialwohnungen in Königsborn – Doch weiter hoher Bedarf

132 neue Sozialwohnungen in Königsborn – Doch weiter hoher Bedarf

Das Land zahlt, die Bewilligung erledigt der Kreis. 21,5 Mio. Euro flossen im vorigen Jahr in Sozialwohnungen im Kreis Unna. Ein Bauvorhaben sticht als „Leuchtturmprojekt“ des Landesbauministerums besonders hervor: Die Neuentwicklung des Quartiers Potsdamer Straße in Königsborn. (Unser Bild zeigt das Stadtquartier Berliner Allee, zu dem auch die Potsdamer Straße gehört.)

Mit fast 15 Mio. Euro wird es aus einem Sonderkontingent gefördert: Nach Abriss der Altbauten sollen dort 132 moderne Wohneinheiten und 24 Pflegewohnplätze entstehen. „Das Vorhaben hat eine große Bedeutung für die Quartiersentwicklung“, unterstreicht der Kreis. Insgesamt unterstützte das Land den Neubau von 173 Wohneinheiten und 75 Pflegewohnplätzen. Im Vorjahr: 81 Wohneinheiten und 8,5 Mio. Euro.

Die Bewilligung der zinsgünstigen Darlehen erfolgt durch den Kreis, kreditverwaltende Stelle ist dann die NRW Bank. Über diese Wohnraumförderung hinaus gibt es viele weitere Fördermöglichkeiten z. B. für barrierefreies Bauen, Quartiersentwicklung oder Denkmalschutz. Ein Sonderprogramm unterstützt die Wohnraumschaffung für Flüchtlinge und Asylbewerber. (www.nrwbank.de)  Ansprechpartner beim Kreis ist Bernd Teichert (FB Bauen), Tel. 0 23 03 / 27-11 60, E-Mail: bernd.teichert@kreis-unna.de.

UKBS Fischer IV

Die Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS), die sich eine Sozialbau-Offensive vorgenommen hat, ist weiterhin auf der Suche nach geeigneten Grundstücken dafür. Sie will binnen kurzer Zeit rund 200 preiswerte Wohnungen „aus dem Boden stampfen“, wie UKBS-Chef Matthias Fischer (Foto oben) im Herbst 2015 ankündigte. Bis zu 40 Mio. Euro plant die UKBS dafür ein.

Die Sozialwohnungsbau-Offensive für den Kreis Unna ist auch, aber nicht nur dem wachsenden Wohnungsbedarf durch die Zuwanderer geschuldet. Schon vorher waren günstige Wohnungen in vielen Städten des Kreises knapp, insbesondere in Unna selbst. Der UKBS-Aufsichtsrat verwies bei der Ankündigung für die Sozialbauoffensive darauf, dass es   kaum Leerstände gebe, hingegen ungebremst starke Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen.

 

Kommentare (4)

  • Oskar B.

    |

    Man muss soch doch schon wundern. Jahrelang hat die SPD sich nicht für sozialen Wohnungsbau interessiert. Jetzt, wo die Million zugewanderte auf der Matte stehen, geht es auf einmal so schnell.
    Was so eine Einladung der Kanzlerin alles möglich macht, nicht nur politisch sondern auch finanziell.

    Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Eine Antwort auf Facebook:

      Astrid Nowak: Oskar B.-genau richtig ausgedrückt👍👍👍👍👍

      Antworten

  • OK

    |

    Das sieht so aus als wolle man das Haus Berliner Allee 20-22 abreißen! Wäre schade drum!
    Tatsächlich soll der Wohnblock in der Potsdamer Str. abgerissen werden! Das Bild täuscht.

    Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Der Hinweis zu dem Bild ist extra deutlich in den Bericht eingefügt. Lesen sollte man den Artikel natürlich schon.

      Antworten

Kommentieren