Rundblick-Unna » 100 000 €, damit triste Rathaustreppe zum Verweil-Entrée wird: Neugestaltungsideen sind gefragt

100 000 €, damit triste Rathaustreppe zum Verweil-Entrée wird: Neugestaltungsideen sind gefragt

Einladend ist anders. Deshalb will sich die Stadt, wenn schon nicht gleich den ganzen tristen Rathausplatz, zumindest die triste Rathaustreppe vornehmen. Vornehmlich mit Fördergeld vom Land soll der nüchterne Auf- und Abgang zu einem einladenden Entrée für Besucher aus Richtung Bahnhof aufgepeppt werden. Kosten: rund 100 000 €.

Die Erneuerung bzw. Verschönerung der Treppe zwischen dem Katharinenhof und der östlichen Rathausseite ist ein Baustein des Förderkonzepts Innenstadt. Deshalb gibt es dafür Geld vom Land. Nach Informationen von Ralf Kampmann, Technischer Beigeordneter der Stadt, wird die Verwaltung jetzt in die Feinplanung des Förderantrags gehen. Mit den Nachbarn wird noch gesprochen, dann geht´s ab die Post mit dem Förderantrag ans Land.

Die vorab geschätzten Kosten von 100 000 € will Kampmann zwar als „Dicker-Daumen-Antrag“ verstanden wissen. Dch in etwa bei dieser Summe wird sich der finanzielle Aufwand wohl einpendeln, egal ob dicker oder dünner Daumen. Erhöhten Aufwand bei einer Umgestaltung brächten unter anderem die komplizierten Ab- und Aufgänge zum Rathaus mit sich (Trafostation).

Die Freie Wähler-Fraktion (FW/FLU) hat bereits einen Antrag zur Neugestaltung der Treppe formuliert. Sie fordert eine „optisch ansprechende und gleichzeitig zweckmäßige Gestaltung, die sich harmonisch in die unmittelbare Umgebung integrieren lässt“. Die „neue“ Treppe soll für Menschen mit Behinderungen nutzbar und kostengünstig realisierbar sein. Deswegen bittet die FW/FLU darum, ernsthaft die Umgestaltung des Areals in eine „Grünfläche mit Aufenthaltsqualität“ zu prüfen.

Fraktionsvorsitzender Klaus Göldner konkretisiert das Begehr: „Der Teil der Treppenanlage direkt am Rathaus – zwischen Katharinenkirche und Bahnhofstraße – könnte in reduzierter, überarbeiteter Form für diejenigen Bürger erhalten bleiben, die ,gut zu Fuß´ sind und/oder es eilig haben. Der Rest des Areals könnte in eine Grünfläche umgestaltet werden, durch die ein Weg serpentinenartig von der Bahnhofstraße in Richtung Katharinenkirche führt.“ Dieser Weg könne so angelegt werden, dass er ohne zusätzliche technische Einrichtungen auch für Menschen im Rollstuhl und mit Rollatoren nutzbar werde.

Dazu noch schmucke Bepflanzung, kreative Beleuchtung und geschmackvolle Möblierung – dann könnte dieser momentan entschieden schmucklose Bereich nach Göldners Vorstellung „zum Verweilen einladen“.

Zur Verdeutlichung seines Vorschlags hat er dem Antrag ein „laienhaft von Hand bearbeitetes Foto“ beigefügt, das wir hier zweigeteilt zeigen:

Rathaustreppe
21153690rf

 

Kommentare (3)

  • Sascha Krieg

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    Scheiß auf die blöde Treppe!Es gibt genügend andere Baustellen, die das Geld viel nötiger hätten.Kitas und Schulen zum beispiel! Oder auch Spielplätze und Schwimmbäder zu Sanieren!

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  • Anette Kaufmann

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    Sehe ich ähnlich – behindertengerechte Treppe ok, aber Investitionen in Schulen Schwimmbäder etc. sind mindestens genau so dringend, wenn nicht dringender!!!

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  • Stoffl Hapunkt via Facebook

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    Die Stadt sollte lieber mal zusehen, dass alles sauber wird und auch bleibt. Immer diese Scherben&Müll… Wochenlang liegt der selbe Dreck rum und jedes Wochenende kommen neue Scherben dazu (siehe Stadtgarten).. Eine Weile ging es ja mal gut, da durften die armen, schlechtbezahlten Leute jeden Tag sauber machen, aber scheinbar klappt das nicht mehr, weil es der Stadt wieder zu teuer ist … reicht ja kurz vor Veranstaltungen einmal zu fegen…

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